Der Sheltie

Auf den vor Schottland liegenden Shetland-Inseln sind Tiere von kleinem Wuchs zu Hause: von den Shetland-Ponys bis zu den fremdartigen kleinen Schafen mit dem langen seidigen Wollkleid und dem schwarzen Maul. Es ist somit einleuchtend, dass die Schäfer dieser Region für das Bewachen ihrer Schafe auch einen Schäferhund von kleinem Wuchs wählten
Erst seit 1840 kennt man den kleinen Hund der Shetland-Inseln näher. Um seine Hüteeigenschaften zu verbessern, wurden Collies eingekreuzt, so dass eine entfernte Ähnlichkeit mir diesen vorhanden ist.

In unserer heutigen Zeit wird der Sheltie nur noch selten zum Hüten genommen. Er ist ein Haushund geworden und passt sich wunderbar der Familie an. Sheltiebesitzer schätzen an diesem Hund sein geradezu menschliches Einfühlungsvermögen.

 

übernommen  von der HP des Clubs für Britische Hütehunde LG Württemberg

 

Blaze April 2015

 

Haltung und Pflege

Der Sheltie ist im allgemeinen ein robuster und temperamentvoller Hund. Wie die meisten Hunderassen liebt es auch der Sheltie bei seiner Familie zu sein und ist nur ungern von ihr getrennt. Hier ist die Körpergröße des Shelties sicherlich ein Vorteil, um ihn überall hin mitnehmen zu können. Die Bellfreudigkeit sollte nicht verschwiegen werden, aber mit liebevoller, konsequenter Erziehung ist das leicht in den Griff zu bekommen. Die Pflege ist trotz seines üppigen Fell`s als unkompliziert anzusehen, wöchentliches durchbürsten reicht meistsens aus, um es in Form zu halten. Zweimal im Jahr wird der Sheltie sein Fell wechseln, in dieser Zeit sollte man das Bürsten auf drei mal die Woche erhöhen um die abgestorbenen Haare herauszubekommen. Dies hilft nicht nur gegen den aufkommenden Juckreiz, sondern durchblutet die Haut besser und das Fell wird dadurch auch "gelüftet". Es ist ratsam, das Fell zwischen den Pfotenballen zu kürzen, um Verletzungen vorzubeugen. Die Gefahr auf glatten Böden auszurutschen wird dadurch ebenfalls reduziert. Ein Sheltie kann bei artgerechter Lebensweise (Haltung, Ernährung....) 12 bis 16 Jahre alt werden.

 

Quelle: Andra Weinzierl Black Delight Shelties

Sheltiewanderung 2012
Sheltiewanderung 2012

Warum ein Sheltie?

Ich war und bin es noch, ein absoluter Fan der Rasse Border Collie. Als dann bei meiner Tochter der Wunsch nach einem eigenen Hund reifte und sie aber keinen "arbeitswütigen" Border Collie wollte, begaben wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Rasse. Sie wollte einen kleinen Hund, mit dem man sowohl Agility machen kann, der aber auch mit ausgiebigen Spaziergängen zufrieden ist. Außerdem sollte er menschenbezogen und verschmust sein. Das trifft alles zu 100% auf den Sheltie zu.

Sehr menschenbezogen, quirrlig und immer fröhlich, mit einem ausgesprochenen "will to please", hat Honey mein Herz erorbert.

Inzwischen kenne ich viele Sheltiebesitzer. Einige führen ihre Hunde erfolgreich im Hundesport, bei Anderen ist der Sheltie "nur" Familienhund, aber alle sind begeistert von ihren Hunden.

Was mich wirklich amüsiert hat, Shelties sind "Rassisten" . Honey ist oft etwas verhalten fremden Hunden gegenüber und benötigt ein Weilchen um sie kennenzulernen. Dies wird dann oft lautstark kundgetan. Wenn wir einem Sheltie begegnen ist Ruhe. Da wird geschnüffelt, geschwänzelt und wenn möglich gleich gespielt. Das konnte ich bei einer Sheltiewanderung auch bei anderen erleben. "Man erkennt sich" :-)

Jemand hat einmal festgestellt: "Shelties sind wie Karoffelchips, hat man einen will man mehr haben" 

Wenn es überhaupt etwas zu ihrem Nachteil zu sagen gibt, dann ist es ihre Bellfreudigkeit. Mit liebevoller konsequenter Erziehung, kann man das aber in den Griff bekommen. 

Allen Menschen, die sich für die Rasse Sheltie entscheiden, wünsche ich so viel  Freude daran, wie ich sie habe.

 

Honey als Welpe Dezember 2010
Honey als Welpe Dezember 2010
Honey September 2013
Honey September 2013

Rassestandard Sheltie

Rassestandard Sheltie • FCI-Standard-Nr. 88 vom 30.5.1989 • Ursprungsland: Großbritannien

Allgemeines Erscheinungsbild: Kleiner, langhaariger Arbeitshund von großer Schönheit, frei von Plumpheit und Grobheit. Umriß- linie symmetrisch, so daß kein Teil unproportioniert erscheint. Das üppige Haarkleid, die üppige Mähne und Halskrause und ein schön geformter Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild.

Charakteristika: Wachsam, sanft, intelligent, kräftig und lebhaft.

Wesen: Liebevoll und verständig gegenüber seinem Herrn, reserviert gegenüber Fremden, niemals nervös.

Kopf und Schädel: Kopf edel, von oben oder von der Seite gesehen wie ein langer stumpfer Keil, der sich von den Ohren zur Nase hin verjüngt. Die Breite des Schädels steht im richtigen Verhältnis zur Länge von Schädel und Fang. Das Ganze muß in Anbetracht der Größe des Hundes bewertet werden. Schädel flach, mäßig breit zwischen den Ohren, ohne daß das Hinterhauptbein hervor- ragt. Wangen flach, glatt in den gut gerundeten Fang übergehend. Schädel und Fang gleich lang. Teilungspunkt ist der innere Augenwinkel. Oberlinie des Schädels verläuft parallel zur Oberlinie des Fangs, mit leichtem aber deutlich erkennbaren Stop. Nase, Lefzen und Lidränder schwarz. Der charakteristische Ausdruck ergibt sich durch die vollkommene Harmonie in der Verbindung von Schädel und Vorgesicht, durch Form, Farbe und Plazierung der Augen und durch die richtig angesetzt und korrekt getragenen Ohren.

Fang/Gebiß: Kiefer ebenmäßig, glatt geschnitten, kräftig, mit gut entwickeltem Unterkiefer. Lippen fest geschlossen. Zähne gesund mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Ein vollständiger Satz von 42 richtig plazierten Zähnen ist höchst wünschenswert.

Augen: Mittelgroß, schräg eingesetzt, mandelförmig. Dunkelbraun, außer bei den Merles, wo ein oder beide Augen blau oder blau gesprenkelt sein dürfen.

Ohren: Klein und am Ansatz mäßig breit, auf dem Schädel ziemlich eng zusammenstehend. Im Ruhezustand werden sie zurückge- legt getragen; im aufmerksamen Zustand werden sie nach vorne gebracht und halbaufrecht, mit nach vorne kippenden Spitzen getragen.

Hals: Muskulös, gut gebogen, von ausreichender Länge um eine stolze Kopfhaltung zu ermöglichen.

Vorhand: Schultern sehr gut zurückliegend. Am Widerrist nur durch die Wirbel getrennt, liegen die Schulterblätter dann schräg nach außen, um der gewünschten Wölbung der Rippen Platz zu bieten. Schultergelenke gut gewinkelt. Oberarm und Schulterblatt ungefähr gleich lang. Abstand vom Boden zu den Ellenbogen gleich dem Abstand von Ellenbogen zu Widerrist. Vorderläufe von vorn gesehen gerade, muskulös und ebenmäßig geformt, mit kräftigen Knochen. Vordermittelfuß kräftig und geschmeidig.

Körper: Geringfügig länger vom Schultergelenk zu den Sitzbeinhockern als die Widerristhöhe. Brust tief, bis zu den Ellenbogen herabreichend. Rippen gut gewölbt, in der unteren Hälfte schmal zusammenlaufend, um den Vorderläufen und den Schultern eine freie Bewegung zu ermöglichen, Rücken gerade, mit einer anmutigen Rundung über der Lendenpartie, Kruppe allmählich nach hin- ten abfallend.

Hinterhand: Schenkel breit und muskulös, Schenkelknochen im rechten Winkel im Becken eingesetzt. Kniegelenk mit deutlicher Winkelung, Sprunggelenke gut geformt und gewinkelt, tiefstehend, mit kräftigen Knochen. Hintermittelfuß von hinten gesehen gerade.

Pfoten: Oval, mit gut gepolsterten Sohlen, Zehen gewölbt und geschlossen.

Rute: Tief angesetzt. Die zur Spitze hin dünner werdenden Wirbelknochen reichen bis zu den Sprunggelenken, reichlich mit Haar bedeckt und mit einem leichten Aufwärtsschwung. Sie darf in der Bewegung leicht erhoben werden, aber niemals über die Rückenlinie hinaus. Auf keinen Fall geknickt.

Gangart/Bewegung: Geschmeidig, fließend und anmutig, mit Schub aus der Hinterhand, dabei größtmögliche Distanz bei geringster Anstrengung zurücklegend. Paßgang, kreuzende oder wiegende Gangart oder steife, stelzende Auf- und Abwärtsbewegung sind höchst unerwünscht.

Haarkleid: Doppelt, das äußere Deckhaar besteht aus langem, hartem und geradem Haar. Unterwolle weich, kurz und dicht. Mähne und Halskrause sehr üppig. Vorderläufe gut befedert. Hinterläufe oberhalb der Sprunkgelenke stark, unterhalb ziemlich kurz/glatt behaart. Das Gesicht kurz-/glatthaarig. Kurzhaarige Exemplare sind höchst unerwünscht.

Farbe:

Zobelfarben: Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum satten Mahagoni, wobei die Schattierung kräftig getönt sein soll. Wolfsfarbe und grau sind unerwünscht.

Tricolour: Tiefschwarz am Körper, vorzugsweise mit satten lohfarbenen Abzeichen.

Blue-Merle: Klares silbriges Blau, mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung. Satte lohfarbene Abzeichen werden bevorzugt, ihr Fehlen wird nicht bestraft. Große schwarze Flächen, schiefergrauer oder rostfarbener Anflug, sowohl im Deckhaar, wie auch in der Unterwolle sind höchst unerwünscht. Der Gesamteindruck muß von Blau geprägt sein.

Schwarz-weiß und schwarz mit loh sind ebenfalls anerkannte Farben. Weiße Abzeichen dürfen (außer bei schwarz mit loh) als Blesse, am Halskragen, an der Brust, an der Halskrause, an den Läufen und an der Spitze der Rute vorhanden sein. Das Vorhandensein all dieser oder einiger dieser weißen Abzeichen soll bevorzugt werden (außer bei schwarz mit loh); das Fehlen dieser Abzeichen soll nicht bestraft werden. Weiße Flecken am Körper sind höchst unerwünscht.

Größe: Ideale Widerristhöhe: Rüden: 37 cm, Hündinnen: 35,5 cm. Eine Abweichung um mehr als 2,5 cm über oder unter diese Maße ist höchst unerwünscht.

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

 

Aiven Sept 2014